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Unser Schulungsangebot für SCRUM

Partnerlogo Tuev-Sued SCRUMUnsere SCRUM-Schulungen sind durch den TÜV Süd akkreditiert.

Agile Softwareentwicklung nach SCRUM

Die SCRUM-Schulungen von MASTERS zeichnen sich durch einen hohen Praxisanteil und intensive Prüfungsvorbereitung aus. Die Zertifizierungsprüfung wird am letzten Tag der jeweiligen SCRUM-Schulung vom TÜV Süd durchgeführt. Sie erhalten ein vom TÜV ausgestelltes offizielles Zertifikat.

Ihre Vorteile im Überblick

  • SCRUM ist die bekannteste Methode für agile Softwareentwicklung
  • Praxisnahe Ausbildung, nachhaltiger Lernerfolg
  • Überdurchschnittliche Bestehensquoten
  • Exklusive Lernumgebung in der Hamburger Speicherstadt

Die zweistufige SCRUM-Ausbildung

  • SCRUM Foundation: Grundlagenseminar zur agilen Softwareentwicklung nach SCRUM
  • SCRUM Master und SCRUM Product Owner: Professional Level mit zwei SCRUM-Zertifizierungen

Die SCRUM-Ausbildung bei MASTERS orientiert sich am aktuellen SCRUM-Guide von Jeff Sutherland und Ken Schwaber vom Juni 2013.

Was ist SCRUM?

Überblick

SCRUM ist eine agiles Rahmenwerk zur Steuerung von Entwicklungsprojekten, üblicherweise solche der Softwareentwicklung. In der agilen Welt von SCRUM wird zum Startzeitpunkt nicht eine vollständige, detaillierte Beschreibung des gesamten Projekts erstellt, sondern die Ausgestaltung der Lösung in großen Teilen dem SCRUM-Softwareentwicklungsteam überlassen. Es wird davon ausgegangen, dass das Team selbst am ehesten weiß, wie die jeweilige Fragestellung am besten zu lösen ist.

So wird etwa im Rahmen eines SCRUM-Projekts die Sprint-Planung ergebnisorientiert durchgeführt, bestehend aus einer Zusammenstellung von Eigenschaften, die in dem anstehenden Sprint realisiert werden sollen. Man verzichtet bewusst auf die Formulierung von Eingangskriterien, Tätigkeitsdefinitionen, Validierungskriterien und Ausgangskriterien (ETVX), wie dies in den meisten Entwicklungsprojekten der Fall ist.

SCRUM basiert auf einem sich selbst organisierenden, funktionsübergreifenden Team. Das SCRUM-Team ist selbst-organisierend in dem Sinne, dass es keinen übergeordneten Teamleiter gibt, der die Teammitglieder einteilt oder Problemlösungsvorgaben. Dieses sind Aspekte, die von dem Team selbst gemeinsam entschieden werden.

Im Rahmen der agilen Entwicklung gibt es zwei zentrale Rollen. Die erste heißt SCRUM Master und wird als Coach für die Team-Mitglieder verstanden, der die Anwendung der SCRUM-Prozesse unterstützt. Die Rolle Product Owner (PO) repräsentiert den Geschäftsbetrieb, d.h. Kunden oder Anwender, und liefert die Vorgaben für die Produktentwicklung.

Elemente der SCRUM-Entwicklung

Das SCRUM-Modell empfiehlt einen Projektfortschritt über eine Reihe von Sprints. Damit die Methodik ihren agilen Charakter behält, sind Sprints auf maximal einen Monat Laufzeit festgelegt, zumeist jedoch auf zwei Wochen.

Die SCRUM-Methodik empfiehlt zu Beginn eines Sprints eine Planungsbesprechung, bei dem die Team-Mitglieder festlegen, wie viele Elemente sie liefern können. Auf dieser Basis wird ein Sprint-Backlog angelegt, also eine Liste von Tätigkeiten, die während des Sprints durchgeführt werden sollen.

Während eines agilen SCRUM Sprints, realisieren die SCRUM-Teams eine überschaubare Zusammenstellung von Funktionen und zwar von der Idee bis zur kodierten und getesteten Funktionalität. Diese wird in das entstehende Produkt oder System integriert.

Alle Team-Mitglieder, und dies schließt den SCRUM Master und den Träger des Produkts (Product Owner - PO) mit ein, nehmen jeden Tag an einer täglichen SCRUM-Besprechung teil. Diese Besprechung ist auf maximal 15 Minuten terminiert. Diese Besprechung dient zur Abstimmung der am Vortag der leisteten Arbeiten, der für den aktuellen Tag geplanten Arbeiten sowie zur Identifizierung von Hindernissen für den Arbeitsfortschritt.

Am Ende eines Sprints führt das Team einen Sprint-Review durch und weist damit den relevanten Interessenvertretern die erreichte Funktionalität nach. Diese Informationen fließen als Planungsgrundlage in den nächsten SCRUM Sprint ein. Diese Feedback-Schleife in der SCRUM-Entwicklung kann zu Änderungen an der soeben ausgelieferten Funktionalitäten führen, aber sie kann genauso zu einer Überarbeitung oder Erweiterung des Produkt-Backlogs führen.

Eine weitere Tätigkeit SCRUM-Projektmanagement ist die Durchführung einer Sprint-Retrospektive am Ende eines jeden Sprints. Das gesamte Team nimmt an dieser Besprechung teil, inklusive SCRUM Master und Träger des Produkts. Diese Besprechung bietet Gelegenheit, den soeben beendeten Sprint zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Die wichtigsten Artefakte in SCRUM

Das primäre Artefakt jeder SCRUM-Entwicklung ist das zu erstellende Produkt. Das SCRUM-Modell verlangt von dem Team, das Produkt oder System am Ende eines jeden Sprints in einen auslieferungsfähigen Zustand zu bringen. Ein weiteres SCRUM-Artefakt ist das Produkt-Backlog. Dabei handelt es um eine vollständige Liste aller Funktionalität, die für das Endprodukt noch zu realisieren ist. Der Träger des Produkts priorisiert den Backlog , damit das Team immer die jeweils die wichtigsten Eigenschaften erarbeitet. Die am meisten verbreitete und erfolgreichste Art das Produkt-Backlog entsprechend der SCRUM-Methodik zu erstellen, besteht in einer kurzen Beschreibung der erwünschten Funktionalität in Form von Anwendungsfällen, d.h., aus der Perspektive von Anwender oder Kunde.

In einem Projekt nach SCRUM erstellen die Team-Mitglieder vom ersten Tag an das Sprint Backlog. Das Sprint Backlog kann man sich als die Tätigkeitsliste des Teams vorstellen, wohingegen unter dem Produkt-Backlog eine Liste der zu realisierenden Eigenschaften (in Form von Anwendungsfällen) verstanden wird. Der Sprint Backlog ist die Zusammenstellung der Tätigkeiten, die von dem Team im Rahmen eines Sprints durchgeführt werden müssen, damit die erwartete Funktionalität bereitgestellt werden kann.

Weitere Artefakte ergeben sich aus der agilen SCRUM-Methodik. Dazu gehören das Sprint Burndown Chart sowie das Release Burndown Chart. Burndown Charts zeigen den noch verbleibenden Arbeitsaufwand entweder im Rahmen eines Sprints oder eines Releases. Dabei handelt es sich um ein sehr effektives Werkzeug in der SCRUM-Softwareentwicklung, das Auskunft über die Termintreue hinsichtlich der im Rahmen des Sprints zu erstellenden Funktionalität gibt.

Die wichtigsten Rollen

Der SCRUM Master ist der Team-Betreuer der für die SCRUM-Mitarbeiter ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit ermöglicht. Innerhalb des SCRUM-Prozesses weicht der SCRUM Master von der traditionellen Rolle eines Projektmanagers in vielerlei Hinsicht ab. Unter anderem steuert er die Team-Mitglieder nicht im Tagesgeschäft und ordnet einzelnen Personen keine Aufgaben zu. Ein guter SCRUM Master schirmt sein Team von negativen äußeren Einflussfaktoren ab, so dass diese in der Erreichung ihres Sprint-Ergebnisses nicht beeinträchtigt werden.

Während der SCRUM Master auf die Unterstützung des Teams fokussiert, achtet der Träger des Produkts auf die richtige Zieldefinition. Der Träger des Produkts ist während der Entwicklung für die Priorisierung des Backlog verantwortlich.

Die dritte und letzte Rolle im SCRUM-Projektmanagement ist das eigentliche SCRUM Team. Auch wenn die einzelnen Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Hierarchien und Tätigkeitsfeldern kommen, so spielt dies in SCRUM-Projekten keine Rolle. Die SCRUM-Methodik erklärt, dass jedes Team-Mitglied seine Leistung ureigener Art und Weise beisteuert. So wird von einem Testadministrator nicht erwartet, dass er ein System neu entwirft sondern dieses Team-Mitglied wird den größten Teil seiner Arbeit im Rahmen seiner Kernkompetenz leisten. D.h. aber nicht, dass er nicht auch übergreifend aktiv sein soll, wenn dies für das Team von Nutzen ist.

Die Verflechtung dieser drei Rollen kann anhand eines Rennwagens verdeutlicht werden: das SCRUM-Team ist das Fahrzeug selbst, das in der Lage ist in jede beliebige vordefinierte Richtung zu fahren. Der Träger des Produkts ist der Fahrer, der sicherstellt dass der Wagen auf der Ideallinie unterwegs ist. Und der SCRUM Master ist der Chefmechaniker, der sicherstellt, dass der Wagen immer in technisch optimalem Zustand ist.

Das Ausbildungsformat von SCRUM

Die SCRUM-Ausbildung besteht aus zwei Teilen:

  • SCRUM Foundation: Grundlagenseminar zur agilen Softwareentwicklung nach SCRUM
  • SCRUM Master oder SCRUM Product Owner: Professional Level mit zwei alternativen SCRUM-Zertifizierungen